Niedersachsen-Rundfahrt-Bericht
Montag 27. Juli 2009 von Sven Biermann
Hier nun ein detailierter Erfahrungsbericht von Chris und Marcus gemeinsam ausgearbeitet. Viel Spaß beim Lesen:
1.Etappe: Bei der 15. Int. Niedersachsenrundfahrt konnte das Team Rheinhessen teilweise gute Platzierungen erreichen und rechtfertigte damit die Nominierung zu dieser Rundfahrt. Bei strömendem Regen konnte Chris Hatz die 66 km lange Etappe im Massensprint auf Platz 10 beenden. Er zeigte sich während dem ganzen Rennen sehr aktiv, kam aber nie entscheidend weg und sicherte sich dann im Zielsprint eine gute Platzierung. Rundfahrt Neuling Marcus Nicolai kam gut im Feld zurecht und belegte am Ende Rang 21. Er klagte allerdings über eine schlechte Form. Timon Loderer zeigte ein starkes Rennen bis er von einem Plattfuß gebremst wurde. Auf den engen Straßen konnte er im Stau der Materialwagen den Anschluss ans Feld leider nicht mehr herstellen und erreichte so kurz nach dem Feld das Ziel. Die übrigen Rheinhessen Sebastian Fischer, Daniel Schwarz und Dominik Merseburg kamen nicht sehr gut mit den Bedingungen am ersten Tag zurecht und erreichten mit größerem Rückstand das Ziel. Ron Pfeifer, im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft unterwegs, zeigte ein starkes Finish und konnte mit dem 3. Rang ein sehr gutes Ergebnis einfahren. Mit diesem Platz beschenkte er sich nachträglich selber zu seinem 18. Geburtstag den er am Vortag genauso feierte wie Teamcoach Sven Biermann.
2. 1 Etappe: Die erste Halbetappe am zweiten Tag war ein Zeitfahren über 8, 8 km. Teamkapitän Chris Hatz nahm sich in seiner Spezialdisziplin einiges vor und wollte unter die TOP 15. Leider hatte er das Pech das es direkt vor seinem Start erneut anfing zu Regnen und so musste er auf Regennasser Straße etwas vorsichtiger zu Werke gehen und erreichte Rang 21. Er selbst zeigte sich etwas enttäuscht aber aufgrund der sehr schlechten Bedingungen zeigte er trotzdem ein sehr starkes Rennen gegen die Uhr. Nach seiner Rundfahrt Premiere erlebte Marcus Nicolai an diesem Tag auch seine Zeitfahrpremiere. Mit seinem 73. Rang war er unzufrieden, allerding saß er in den Tagen vor dem Rennen das erste Mal auf einer Zeitfahrmaschine und hat diese Disziplin nicht spezifisch trainiert. Daniel Schwarz erreichte das Ziel direkt hinter Marcus Nicolai auf Rang 74. Auch er war nicht ganz zufrieden, fand sein Ergebnis aber ok. Aufgrund seines extravaganten Ziegenbärtchens verlor Sebastian Fischer dank Aerodynamischer Nachteile wertvolle Sekunden im Kampf gegen die Uhr und erreichte das Ziel als 84.Dominik Merseburg und Timon Loderer versuchten Kraft zu sparen für die weiteren Etappen da sie das Zeitfahren nicht als ihre Spezialdisziplin sehen. Ron Pfeifer zählt das Zeitfahren ebenso nicht zu seiner Spezialität und war so mit seinem Ergebnis zufrieden.
2.2 Etappe: Bei besserem Wetter startete das Feld zur 94 km langen zweiten Halbetappe in Wallenhorst. Das Team zeigte sich bei dieser Etappe sehr stark und war oft in den vorderen Bereichen des Feldes vertreten. So konnten sich auch Chris Hatz und Sebastian Fischer gleich in der ersten Spitzengruppe präsentieren, allerdings lief die Gruppe aufgrund unterschiedlicher Interessen nicht gut und wurde wieder gestellt. Marcus Nicolai hatte in der 3. Runde einen Hinterraddefekt zu beklagen, bekam jedoch sehr schnell von seinem Teamkollegen Dominik Merseburg dessen Hinterrad und konnte nach kurzer Fahrt durch die Begleitfahrzeugkolonnen wieder zum Feld aufschließen. Merseburg musste seinem vorbildlichen Teamdienlichen Handeln jedoch Tribut zollen weil er das Feld leider nicht mehr erreichen konnte und so im Ziel wegen Überschreitung der Karenz aus dem Rennen genommen wurde. Timon Loderer ist ebenfalls eine starke Etappe gefahren und wurde 43. Im Massensprint. Chris Hatz erreichte das Ziel zehn Plätze vor Loderer auf Rang 33. Ein besonderes Lob muss man Sebastian Fischer aussprechen, der mehrmals am Materialwagen Verpflegung für das Team geholt hat und ein ausgezeichnetes Rennen gefahren ist das er wenige Sekunden hinter dem Hauptfeld beendete. Daniel Schwarz zeigte sich abschnittsweise auch im vorderen Feld, hatte im Massensprint jedoch keine Kräfte mehr übrig und Rollte genau wie Marcus Nicolai mit dem Feld ins Ziel. Ron Pfeifer kam ebenfalls mit dem Hauptfeld direkt hinter Chris Hatz auf Rang 34 ins Ziel.
3. Etappe: Zur Königsetappe über 114 km mit 3 Bergwertungen stand das Team Rheinhessen noch einmal Top motiviert an der Startlinie. Auf dem selektiven Kurs wurde von Beginn an ein sehr hohes Tempo mit vielen Attacken auf das Gelbe Trikot gefahren. Am heutigen Tag war dieses Tempo für Sebastian Fischer einfach zu hoch und so beendete er das Rennen in der zweiten von 3 Runden. Die anderen Rheinhessen sind zum Abschluss noch einmal ein sehr starkes Rennen gefahren. „ Pechvogel“ Timon Loderer wurde abgedrängt, in der Folge konnte er das Feld leider nicht mehr erreichen und wurde so aus der Wertung genommen. Daniel Schwarz zeigte sich stark verbessert gegenüber den letzten Tagen und konnte seine Teamkollegen optimal unterstützen. Er erreichte das Ziel mit dem Hauptfeld. Das Ziel von Chris Hatz an diesem Tag war die Verteidigung oder Verbesserung des 19. Platzes in der Gesamtwertung was er dank offensiver und starker Fahrweise auch erreichen konnte. Im Zielsprint belegte er zum Abschluss noch einmal Platz 15 und konnte sich danach über den guten 19. Platz in der Gesamtwertung freuen. Marcus Nicolai hatte zum Abschluss der Rundfahrt die besten Beine und hatte nie Probleme dem Tempo an der Spitze zu folgen. Endlich konnte er seine Position auf den letzten Kilometern halten und so seine Sprintfähigkeit mit dem 9. Platz zeigen. In der Gesamtwertung belegte er Rang 43. Ron Pfeifer bestimmte einige Zeit lang im Duo mit einem Russen das Rennen, wurde allerdings im Laufe der letzten Runde wieder gestellt. Während seiner Flucht konnte er sich die Sprintwertung sichern und musste sich bei der Bergwertung knapp seinem Begleiter geschlagen geben. Im Endklassement belegte er Rang 23. Für ihn war dieses Rennen jedoch hauptsächlich ein Formtest für die WM in Moskau in 2 Wochen , bei der er seine ganze Stärke zeigen will. Gewonnen wurde die Rundfahrt vom Dänen Lasse Norman Hansen, der am 2 Tag mit einer Flucht mit seinem Teamkollegen die entscheidenden Sekunden gewinnen konnte. Überragender Fahrer war aber eigentlich Nikias Arndt, der mit den Positionen 2,2, 3 und dem abschließenden Sieg am Ende 3.der Gesamtwertung werden konnte.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 27. Juli 2009 um 22:03 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


