City-Loop Eschborn-Frankfurt
Samstag 2. Mai 2009 von Sven Biermann
Dieses Rennen ist etwas Besonderes: Der einzige deutsche Radklassiker, die eindrucksvolle Riesenschleife durch den Taunus, die Zuschauermassen an der Strecke, die starke internationale Konkurrenz, 15 Rennen an einem Tag von den Profis bis zu den Jedermännern. Und wir mitten drin! Mit leichter „Verfrühung“ machten sich unsere sechs Jungs um 12.15 Uhr vom neuen Start- und Zielbereich am Frankfurter Stadtrand im 120-köpfigen Feld auf den Weg. Über Oberursel ging es schnurstracks auf den Feldberg zu. Schon bald forderte der lange Anstieg und die ständigen Tempoverschärfungen am Berg íhren Tribut: Bei der zweiten Bergwertung (Kilometer 34) an der Kittelhütte war die Anzahl der Fahrer in der Kopfgruppe auf 40 geschmolzen, darunter auch Chris und Daniel. Die beiden Sebastians, Merse und der über diese Tatsache mächtig angefressene Timon hatten den Kontakt zur Spitze schon verloren. In der sehr aktiven Kopfgruppe wurde immer wieder attackiert. Die Mitte des Rennens war schon vorüber, da nahm auch Chris sein Herz in beide Hände und wagte eine Flucht. Zusammen mit zwei Gefährten betrug ihr Vorsprung schon 35 Sekunden. Daniel in der Verfolgergruppe konnte zu dieser Zeit keine Tempostörungen fahren, wurde er doch von Krämpfen geplagt und war froh, den Kontakt zur Gruppe halten zu können. Zudem war die Verfolgergruppe mit einigen starken Belgiern und Dänen nicht bereit, die Waffen schon zu strecken, so dass die Fluchtgruppe nach 10 Km gestellt wurde. Was natürlich schade war, weil Chris im Finale die Körner fehlten, die er auf seiner Flucht gelassen hatte. Dafür erholte sich Daniel auf den drei Schlussschleifen am Riedberg noch einmal. Die Kopfgruppe war zu dieser Zeit schon weit auseinandergezogen. Zu Beginn der zweiten Runde schafft er es, das Loch zur vor ihm fahrenden Gruppe von Chris noch einmal zu schließen. Im Finale sicherte er sich mit einer tollen kämpferischen Leistung Rang 11. Chris, der übrigens Dritter in der Sprintwertung wurde, ging als 20. über die Linie. Das Siegerpodest aber war fest in ausländischer Hand: Der Sieg ging an den Belgier Sean de Bie vor dem Dänen Emil Houmand und de Bies Landsmann Gabriel Forget. Timon, Dominik und die beiden Sebastians kamen in einer Verfolgergruppe ins Ziel.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 2. Mai 2009 um 00:37 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


